TROCKENHEIT – NICHT FÜR SCHLAUMEIER

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Legal oder illegal?

Wie alle wissen sind viele Fliessgewässer die letzten Tage an ihre Grenzen gestossen. Sei dies wegen der hohen Wassertemperatur oder weil schlichtweg so gut wie kein Wasser mehr vorhanden ist.

Beide Tatsachen verheissen für die Tierwelt logischerweise nichts Gutes.  Und sonnenklar ist auch, dass jede weitere Wasserentnahme beide Übel klar verstärken wird.

Die nächsten Tage werden sehr heiss – bitte haltet deshalb Augen und Ohren offen, ob nicht unbewilligte Wasserentnahmen stattfinden. Macht als Beweis am besten gleich 2-3 Bilder. Anschliessend geht zu Euren Angelverein, Pächter oder Verband: info@aarg-fischereiverband.ch, welcher dann die nötigen Abklärungen in die Wege leiten wird.

Es darf nicht sein, dass wegen eines möglichen kurzfristigen Ernteausfalls, welcher höchstwahrscheinlich von Versicherungen oder Subventionen geglättet wird, ganze Fischpopulationen sterben, welche über viele Jahre wieder aufzubauen wären.

Ist doch nur gesunder Menschenverstand, oder?

Ergänzende Infos (31.07,18, 18:45 Uhr) vom KANTON AARGAU Departement Bau, Verkehr und Umwelt:

Wasserentnahmeverbote (maschinell mit Pumpen) gelten an folgenden Gewässern: Sissle, Bünz (Muri bis Aaremündung), Wyna, Wissenbach (Merenschwand) und Wigger, da Abfluss und Temp die Grenzwerte überschreiten! Hier findet ihr stets die aktuellen Infos: https://www.ag.ch/de/bvu/umwelt_natur_landschaft/hochwasserschutz/gewaessernutzung/gewaessernutzung_1.jsp

In vielen Gewässern ist die Situation ebenfalls als kritisch einzuordnen. Jede maschinelle Wasserentnahme braucht eine kantonale Bewilligung, diese sollte gut sichtbar beim Saugstotzen oder der Pumpeinrichtung abgebracht sein. Falls Sie eine unerlaubte Wasserentnahme feststellen, informieren Sie bitte für Abklärungen die Sektion Jagd und Fischerei jagd_fischerei@ag.ch 062 835 28 50. In den Fällen wo eindeutig ersichtlich ist, dass es sich um eine illegale Wasserentnahme handelt,  machen Sie mit dem Handy Fotos und/oder Videos der laufenden Pumpe und informieren Sie die Polizei 117.

Unter folgendem Link – sehen Sie die aktuellen Abflusswerte: https://www.ag.ch/app/hydrometrie/liste/

Und hier eine geographische Übersicht mit weiteren Daten wie Temp.: https://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1_hydroweb_v1/html/agisviewer.htm

 

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4 Kommentare

  1. U. Siegenthaler am

    Kurzfristiger Ernteausfall? Durch Versicherungen oder Subventionen geglättet?
    Diese Schlagzeile könnte auch vom „Blick“ stammen. Dort wird auch nicht viel überlegt, wenn geschrieben wird.
    Die Situation ist gelinde gesagt, zum K…..
    Nicht nur für die Fische, sondern auch für die Landwirtschaft.
    Ein Ernteausfall, kann das Ende einer Existenz bedeuten.
    Es wäre schön, wenn auch die Oberfischer etwas weiter denken würden.
    Aber: Entnahmeverbot ist Entnahmeverbot. Das weis jeder Bauer. Übertretungen werden geahndet.
    Schluss, Punkt.

    • Korrekt, Versicherungen dafür sind erst im Vormarsch, siehe Ausland. Dass durch Diversifikation ein Ernteausfall (teil-)kompensiert werden kann, ist aber hoffentlich Usus.
      Ein Ende der Existenz wünschen wir weder einem Bauer noch einer Tierpopulation. Was wir Fischer und Fischerinnen mehrheitlich aber befürworten ist eine nachhaltige Landwirtschaft wie sie von den beiden Initiativen nächstes Jahr gefordert wird – das zum Thema etwas weiter denken.

      • U. Siegenthaler am

        Diese beiden Initiativen, werden ein Erdbeben auslösen, wenn sie in dieser Art durchgesetzt werden.
        Überlegt Euch sehr genau, was Ihr tun wollt.
        Entweder, werden die Bauern, dieHandtücher gleich Reihenweise werfen, oder aber werden mit dem Wegfall der Direktzahlungen, die Bauern gezwungen, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Vollgas zu geben um irgendwie überleben zu können. Vae Victis!

  2. Freund der Aeschen am

    Der Aeschenbestand ist in der Reuss, Bremgarten Umgebung, schon sehr mager. Fische aussetzen wird nicht mehr gemacht !! Ich habe mich eingesetzt für eine Fischzucht in der Umgebung was aber vom Kantonalen wie auch Eidgenössischen Jagd-und Fischereiaufseher nicht möglich ist. Das der PH-Wert und andere Faktoren nicht überall gleich ist, weiss man, darum war das mein Gedanke für diese Fischzucht in der Umgebung. Ist es der Kanton der nein sagt? Zu teuer ?

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