FORELLEN-ERÖFFNUNG IM AARGAU

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Saisonstart am 1. März im Aargau

Der 1. März, das magische Datum, wo es die Forellenfischer in Scharen an die Fliessgewässer im Aargau zieht. Das Wasser war leider speziell an der Aare ziemlich angetrübt. Sonst waren die Bedingungen am Rhein, Limmat und der Reuss sicherlich passabel. Klar ist ein steigender Wasserpegel selten ideal, sollte aber nicht als Entschuldigung für die vielerorts sehr spärlichen Fänge herhalten.

An der Aare in Aarau war nicht viel los, Foto: Martin Berner

Von der Aare bei Brugg und Aarau, war nicht viel Positives zu hören. Man sprach von gut 60 Fischern, welche nicht mal eine Handvoll Forellen gefangen hätten. Eine Ausnahme war sicherlich die prächtige 58’er Forelle von Jörg Schwammberger, welche er beim Fischerhüsli im Restwasser des KW Wildegg-Brugg mit einer Wachsmade überlisten konnte.

58’er Forelle von Jörg Schwammberger aus der Aare bei Brugg, Foto Privat

An der Limmat war aus Turgi eher wenig zu hören. In Baden sah es mit ca. 20 gefangenen Forellen auf gut 30 Fischer doch einiges besser aus.

Am Rhein bei Bad Zurzach sah es wie von den letzten Jahren gewohnt, sehr dürftig aus. Ausser von 2 gefangenen Forellen war bis in den frühen Nachmittag hinein keine weitere Fangmeldung zu notieren.

50’er Forelle von Andi Binder aus dem Rhein bei Zurzach, Foto: Privat

An der Reuss bei Bremgarten gelangen bis gegen Mittag auch nur vereinzelte Fänge. Nicht förderlich waren sicherlich die Armee-Aktivitäten, welche just am 1. März die Pfähle für den Brückenbau einrammten.

Jörg Schriber mit seiner «Seeforelle», welche schonend in die Reuss zurückgesetzt wurde, Foto: Joe Mathis

Das spannendste an dieser Forelleneröffnung war für mich die anschliessende Berichtserstattung in den zahlreichen sozialen Medien. Viele Fischer waren sehr beunruhigt über die mageren Fänge. Was ist bloss mit unseren Fliessgewässern los, war die brennendste Frage. Es gipfelte in Empfehlungen wie totales Fischereiverbot für sämtliche Fliessgewässer über mehrere Jahre etc. Was haben diese Fischer die letzten Jahrzehnte denn gemacht, war meine Frage. Die Forellenbestände gehen schon lange zurück, da reicht ein Blick in die Statistik. Nehmen wir hier als Beispiel die Pachtstrecke des FV Zurzach. 1980 noch 1000 Forellen, 1998 noch 300, im Jahr 2016 noch gut 30 Forellen! Würde ein Fangverzicht da was bringen? Wer jemals seine Angel an einem dieser breiten und mächtigen Flüsse ausgeworfen hat, der weiss hoffentlich die Antwort. Und die wirklichen Gründe für den katastrophalen Rückgang? Viele kennen wir und sind seitens AFV auch mit Hochdruck daran – einige aber sicherlich noch nicht.

So werden die Fischerin und der Fischer hoffen, dass bei besseren Bedingungen doch noch die eine oder andere Forelle zu fangen ist. Denn wir kennen es ja alle, die Hoffnung…..

Andi Binder, Medienverantwortlicher AFV

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