AB 1. OKTOBER BESSER NICHT MEHR AUF ÄSCHEN FISCHEN

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Empfehlung: Keine Äschen zu entnehmen bis 30.04.2019 – passt doch zur schwierigen Situation findet der AFV.

Empfehlung: Äschen sollen bis Ende April 2019 nicht befischt werden

Gemeinsame Empfehlung des Kantons und des Aargauischen Fischereiverbandes: Die grosse Trockenheit im Sommer 2018 hat den Fischen in den Aargauer Gewässern zugesetzt. Die Äsche ist davon besonders betroffen. Glücklicherweise ist ein grösseres Fischsterben von Äschen ausgeblieben, es hat lediglich vom Rhein und von der Reuss Einzelmeldungen zu toten Fischen gegeben.

Trotzdem haben die hohen Wassertemperaturen von zeitweise bis zu 26° C zu einer Schwächung der Fische geführt. Aus diesem Grund empfehlen der Aargauische Fischereiverband und der Kanton die Schonzeit für Äschen in allen Gewässern des Kantons auszudehnen.

Ab 1. Oktober 2018 bis am 30. April 2019 (übliche Schonzeit für Äschen jeweils 1. Februar bis 30. April) sollen Äschen nicht befischt werden. Dadurch können möglichst viele Laichtiere erhalten und eine gute Naturverlaichung im Frühling 2019 erreicht werden. Diese Massnahme wurde in Absprache mit den Nachbarkantonen und dem Bund getroffen. 

Für Rückfragen gerne an:  info@aarg-fischereiverband.ch

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7 Kommentare

  1. Nicht mehr auf Äschen fischen bedeutet nicht nur, dass sich weniger Fischer in den Herbst und Wintermonaten am den Flüssen aufhalten. Es bedeutet auch, dass die Horden von Gänsesäger und Kormoranen sich ungestört am Fischbestand gütlich tun werden. Sind entsprechend mehr Vergrämungen/Abschüsse geplant und orgabisiert?

    • Guter Punkt. Haben wir gestern Abend an der Vorstandssitzung auch diskutiert. Werden wir aufnehmen und zu gegebender Zeit über mögliche Massnahmen informieren. Besten Dank.

  2. Gute Idee, kann ich nur unterstützen. Aber wann wird die max. Fangzahl endlich runtergesetzt? Täglich bis 6 Fische einer bedrohten Art entnehmen zu dürfen ist doch ein Witz! Eine Verlängerung der Schonzeit und Senkung der max. Entnahmezahl pro Tag/Jahr wäre aus meiner Sicht hilfreich.

    Gibt es hier Anstrengungen seitens des AFV mit dem Kanton diesbezüglich?

    • Dem Medienverantwortlichen ist aktuell nichts bekannt. Ob dieses Thema früher angegangen wurde, nehme ich auf. Würde es auch unterstützen.

  3. Bin am Sonntag entgegen den Empfehlungen auf die Äsche fischen gegangen. Ich wollte mich selbst vom „schlechten“ Zustand der Äschen überzeugen. Habe mit der Trockenfliege 3 Äschen gefangen. 2 untermässige und eine ca. 38cm grosse. Alle waren in einem super Zustand, keine Krankheiten, schöne Farben, eher etwas „dick“ für die Äsche, und voller Kraft.
    Es hat viele Äschen in dem Gewässer. Ich verstehe nicht, weshalb man nicht auf die Äschen fischen sollte.
    Es gäbe bessere Massnahmen um den Bestand der Äsche und Forelle zu schützen. Kiesauflockerungen und Erhöhung der Restwassermenge würden viel mehr bringen, als jedes mal dem Fischer eine neue Verordnung aufzudrücken.

    p.s. die Äschen schwimmen alle wieder und wurden schonend zurückgesetzt. und sollte der Wasserstand weiter sinken, werde ich natürlich den Fischen Ihre Ruhe geben und nicht Fischen gehen.

  4. Die Fischer müssen wieder ein Opfer bringen, und auf Ihre schönen Stunden am Wasser in der Winterlandschaft verzichten? Je nach Gewässer erscheint mir diese Idee völlig wirkungslos und unverhältnismässig. In den Mittellandflüssen Aare und Rhein werden ja kaum mehr Äschen gefangen bzw. entnommen, die Statistik kann sich jeder selber ansehen. Oder wieviel sind denn 2…3 Äschen Im Vergleich zu 50Kormoranen auf einer Strecke von 5Kilometer in 4Monaten? Ein halbes Promille vielleicht! Wer rechnen kann geht weiter fischen. Etwas Präsenz am Wasser bewirkt da wohl alleine deshalb etwas, weil das die Kormis nicht so mögen. Insofern ist das Verbot womöglich gar kontraproduktiv. So ein Verbot ist halt viel günstiger als die wirklichen Probleme anzugehen und dann gibt es auch noch Aplaus dafür? Von mir jedenfalls nicht.

    • Lieber Dave, Applaus ist sicherlich nicht angebracht, dafür ist unsere Salmoniden-Situation im Aargau zu traurig. Wir vom AFV probieren mit unseren Möglichkeiten da etwas auf lange Sicht zu bewegen. Dass man z.B. an der Reuss mit dieser Empfehlung nicht happy ist, können wir nachvollziehen. Aber es gilt auch die Sicht auf die Fischer von „aussen“ zu beachten. Wir können nicht im Hitzesommer tagelang mobilmachen und über die armen Äschen jammern um sie paar Wochen später wieder wegfangen. Und schöne Stunden am Wasser sind auch mit einem Spaziergang und Beobachtungen in der Natur möglich. Was aber klar ist, der AFV wird solche Massnahmen nur ganz selten und punktuell unterstützen. Eine Gesätzmässigkeit werden wir nicht tolerieren. Wir sind schliesslich Fischerinnen und Fischer..

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